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Eine Seefahrt die ist lustig ...

6 Jul. 2016 Verfasst von Jörg Komarowski

Der Tauchclub Sharky’s war mal wieder auf Tour.

Nachdem wir die letzten Jahre mehrfach vergeblich versucht hatten einige Tauchgebiete in der Ostsee zu erkunden, entschlossen wir uns in diesem Jahr von der Insel Rügen in der Ostsee zu tauchen. Dieses Mal klappte es wirklich. Wir konnten in der Ostsee tauchen. Der Wettergott meinte es gut mit uns. Kein Regen, wenig Wind und viel Sonne und Wärme machten uns das Leben leicht.
Am 20.05. und 21.05.2016 tauchten wir ab.

Nachdem wir uns in der Tauchbasis Prora (Wolfgangs Angel- und Tauchshop) angemeldet hatten und ein Briefing zum ersten Wrack erhielten ging es los zum ersten Wrack in der Ostsee. Das heißt ganz so schnell nicht. Erst wurde das Boot mit einem beachtlichen 225 PS Motor zu Wasser gelassen und beladen. Wir zogen uns dann unsere Tauchanzüge an und brachten die restliche Ausrüstung an Bord. Nach einer ca. 30 Minuten dauernden Fahrt auf der Ostsee waren wir am ersten Wrack angekommen.

Es war das Wrack des 1920 untergegangenen Stahlfrachters „ Amazone“. Dieser liegt in ca. 20 m Tiefe in der Nähe des auf Rügen bekannten Königsstuhls. Das Wrack ist etwa 30 m lang und hatte, als es sank, Papier geladen. Es handelte sich bei dem Frachter um einen Motorsegler. Die Einzylindermaschine ist heute noch zu begutachten. Am Freitag noch mit ca. 3 – 4 Metern Sicht versehen, war die Sicht für die Taucher am Samstag dort bedeutend besser. Auch das vorsichtige Hineinschauen in die Luken und Laderäume gehört natürlich zum Wracktauchen dazu.

Nach dem Tauchgang an Bord und einer Oberflächenpause ging es dann zum zweiten Wrack. Es handelte sich um das Wrack des 17 m langen Fischkutters „SAS 33 Sturmvogel“ dieser Fischkutter ist 1984 nach einem Zusammenstoß mit einer Fähre gesunken und liegt auf der Steuerbordseite in 15 – 16 m Tiefe. Am Freitag war die Sicht mit 6 – 7 Metern so, dass selbst am Bug ein Seehase und ein ca. 90 cm großer Dorsch unter dem Wrack beobachtet werden konnte. Viele Netze bzw. Netzreste, Auftriebskörper vervollständigten den Eindruck dass es wirklich ein Fischkutter war. Am Samstag war die Sicht dort leider etwas schlechter und der Dorsch schien sich auf Grund der Übermacht der komisch aussehenden großen „Fische“ davon gemacht zu haben. An beiden Wracks wurden auch noch große Grundeln gesehen.

Zwei unserer Taucher nutzten den Samstag dazu bei der Ortschaft Glowe von Land aus tauchen zu gehen. Neben vielen Grundeln wurde auch eine kleine Garnele festgestellt. Schade dass die Beiden keine Kamera mithatten. Aber bei 5 m Sicht und Sonnenschein war auch dieser Tauchgang einfach nur angenehm. Das Wasser in der Ostsee war übrigens 12 Grad warm. Trotzdem nutzte ein Taucher die Möglichkeit und ging am Samstagnachmittag noch Baden. (Beweisfoto liegt vor).

An dieser Stelle sei auch nochmal Wolfgang vom Tauchshop Prora ein großer Dank ausgesprochen. Briefing, Bootsfahrt und Erklärungen waren top. Deine Adresse ist zu empfehlen. (Ich werde dein Angebot nutzen und bei 4 Grad mit dir tauchen gehen.)

Den Abend ließen die Taucher mit ihren Partnern gemeinsam im Binzer Brauhaus Fritz ausklingen. Bei rund 50 Sorten Bier war natürlich für fast jeden etwas dabei. Das dann auch noch das Pokalfinale auf einer Leinwand übertragen wurde war für die Fußballinteressierten ein günstiger Nebeneffekt.

Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück wieder zurück in die heimischen Gefilde.

In einem stimmten alle überein. Es war schöner „Kurzurlaub“ und Tauchausflug.
Auch das gemütliche Beisammensitzen sollte man wohl viel öfter machen.
Ein großer Dank gilt wie immer den Organisatoren.

Verfasst von Thoams Walter

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