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Nicht schon wieder Löbejün

15 Sep. 2019 Verfasst von Jörg Komarowski

Am 14.09.19 sowie am 21.09.2019 trafen sich Taucher unseres Clubs, ungeachtet der zu Jahresbeginn vorherrschenden Meinung „Nicht schon wieder Löbejün. Diese Ausflüge werden ja jedes Jahr gemacht und da waren wir schon so oft!“ zu Tagesausflügen zu den dortigen Tauchkesseln. Auch dieses Mal wurden aber alle nicht enttäuscht. Bewusst wurden zwei Termine gewählt, um mehr Tauchern aus beruflichen und privaten Gründen die Teilnahme zu ermöglichen.

Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel empfingen an beiden Tagen die Taucher am Taucherkessel. An beiden Tagen waren schon zahlreiche Taucher aus der gesamten Bundesrepublik vor Ort. Nach dem Check in, einem kurzen Plausch mit dem Basisleiter über die angestrebte Schließung der Taucherkessel und einem Briefing stiegen alle ins Wasser. Natürlich war ein Bodycheck obligatorisch, bevor es ins „warme“ Nass ging. Die Wassertemperatur lag bei durchschnittlich 18 Grad.

Der Einstieg erfolgte nicht wie gewohnt von der Plattform, sondern von der eigentlichen Ausstiegstelle. Der Grund dafür lag im niedrigen Wasserstand. Es fehlten über 2,50 m. Abtauchen und los ging es.

Die Taucher wurden jeweils von dem im See befindlichen Fischen freundlich begrüßt. Sichtweiten bis zu 10 m beim ersten Tauchgang ließen jeweils einen herrlichen Rundumblick zu. Ein paar ganz „ausgeflippte“ Störe wollten genau wissen, mit wem sie es nun wieder zu tun haben und rammten die Taucher fast an. Große Plötzenschwärme, Barsche, Karpfen und natürlich die Störe machten die Tauchgänge wieder zu einem Erlebnis. Auch der "Sichtenzweifler", welcher immer an den Sichten zweifelt, war hin und weg von der Sichtweite.

Nach einer jeweiligen Pause von einer guten Stunde wurden die zweiten Tauchgänge angetreten. Die Sicht war jeweils nicht mehr so gut, aber mit 6 m immer noch besser als in den heimischen Gewässern. Auch hier erfolgte die Begrüßung durch die Störe. Ein großer gut 1 m langer Hecht nahm am ersten Tag die Taucher gelangweilt war und dachte gar nicht ans verschwinden. Barsche von über 40 cm, mehrere Karpfen, Hechte und Krebse konnten an beiden Tagen beobachtet werden. Erneut waren Störe zu sehen, die ihr Stülpmaul aufrissen und die Nahrung vom Grund einsaugten – es war einfach alles da. Auch der ehemalige rosa Elefant aus dem Pumpenhaus wurde wieder vor Ort gesichtet. Dieses Mal nicht im Pumpenhaus, sondern oben drauf. Die vielen Jahre im Pumpenhaus in völliger Dunkelheit hatten ihn schwarz werden lassen. Zu den Krebsen zurück zu kommen, diese waren recht angriffslustig. Sobald man ihnen näher kam, richten sie ihre Scheren auf und wollten damit klar machen "Lasst uns in Ruhe". Unser „Sichtenzweifler“ wünscht sich nun auch wieder weitere Tauchgänge in den Tauchkesseln von Löbejün.

Zudem konnte am ersten Tauchtag einem frisch gebackenem Open Water Diver (OWD) gratuliert werden, welcher sich auch gleich entschloss dem Club beizutreten.

Leider wird durch einzelne Personen und Betriebe versucht den Spot „Taucherkessel Löbejün“ zum Jahr 2020 zu schließen. Es gibt eine Online – Petition und in Löbejün ausliegende Listen. Bitte tragt Euch dort ein und versucht damit ein breites Unterstützerfeld für den Erhalt der Taucherkessel aufzubauen. Es ist wichtig.

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