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Tauchen zwischen Stören und Krebsen

29 Sep. 2016 Verfasst von Jörg Komarowski

Bei blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein ging es für fünf Taucher, darunter einem Tauchschüler am Samstag, den 24. September 2016 nach Löbejün im Saalekreis (Sachsen-Anhalt).

Der Wetterbericht hatte nicht zu viel versprochen. So legte sich nach etwa zwei Stunden Fahrzeit der Nebel über den Feldern und die Sonne bescherte den fünfen einen herrlichen Herbsttag bei 22
Grad Celsius.

Die Tauchbasis Löbejün verfügt über drei Steinbrüche, die alle betaucht werden dürfen. Leider sind diese nicht miteinander verbunden und bedürfen einem kleinen Fußweg.

Unmittelbar neben der Füllstation und dem Parkplatz befindet sich der Tauchkessel I. Dieser ist mit einer Tiefe von ca. 18m, der größte und zugleich tiefste Tauchkessel. Die Wassertiefe der Kessel variiert sehr stark und ist abhängig vom Grundwasserspiegel und dem Niederschlag. Da der Sommer rechttrocken war ging auch der Wasserstand sichtbar zurück. An den roten Porphyrwänden (Löbejüner
Porphyr = vulkanisches Gestein) konnte man den einstigen Wasserstand ablesen. Dieser ist in den letzten Wochen um ca. 1,5m gesunken. Am Einstieg erwartete eine steile Felswand die fünf. An der Kante ging es senkrecht zwei Meter in die Tiefe bis zur Wasseroberfläche. Die Steilwand setzte sich unter Wasser fort und
konnte auf Grund der guten Sichtverhältnisse noch einige Meter unter Wasser verfolgt werden.

Endlich im Wasser angekommen war die Wassertemperatur mit 19 Grad Celsius wärmer als erwartet und lag somit nur drei Grad Celsius unter der Umgebungstemperatur. Abgetaucht wurden die Gäste unter Wasser bereits von einem Stör erwartet, der sichtbare Freunde daran hatte fotografiert und gefilmt zu werden. Der Filmstar begrüßte jeden persönlich, indem er den Körperkontakt suchte und zog anschließend langsam davon. Auf dem Grund befanden sich
Bruchsteine in allen Größen und Formen. Neben einem Hängegleiter, Güterloren, und anderen nicht schwimmfähigen Gegenständen befand sich auch der eine oder andere Krebs auf oder unterhalb der Bruchsteine. Immer wieder kreuzten neugierige Störe und Schwärme von Barschen den Weg. Auf Grund der hohen Wassertemperatur konnten leider keine Süßwasserquallen gesichtet werden, welche im
Herbst dort anzutreffen sind. Sodass mit den anderen Wasserlebewesen Vorlieb genommenwerden musste.

Alles in Allem war es ein gelungener Tauchausflug mit bleibenden Erinnerungen, der einer Fortsetzung bedarf.

Erstellt von Stefan S.

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