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Floßfahrt Schmaler Luzin am 03.10.2013

„Einsam treibt ein kleines Floß den Schmalen Luzin hinunter. Neun Taucher springen runter und das Wasser plätschert munter. Die Sonne lacht und alle gleiten nach und nach ins Dunkle ab. Umsäumt von kleinen und großen Fischen sowie riesigen Geästs wurde fotografiert aus alle Lagen und somit hat niemand anschließend etwas zu klagen. Die Gaudi auf dem Floß war riesengroß, es wurde gelacht und auf einem Grill die Würstchen heiß gemacht. Das Floß lenkte Tanja mit sicherer Hand und stieß auch nirgends an. Die Floßfahrt war mit Freude verbunden und dauerte über mehrere Stunden.“

Unter diesem Motto begaben sich am 03. Oktober 2013 neun Vereinsmitglieder auf eine ganztägige Floßtour zur Mecklenburger Seenplatte. Über das Tauchcenter Feldberg ( http://www.tauchcenter-feldberg.de/floss.htm ) konnten wir ein Floß anmieten, von welchem wir jeweils drei interessante Tauchgänge durchführen konnten.

Mit Hilfe des Floßes wurde es uns ermöglicht, den Schmalen Luzin von bisher unbekannten Einstiegsstellen zu betauchen. Alle bisherigen Vereinstauchgänge konnten bisher nur vom Land aus durchgeführt werden.

Der nur 150 bis 300 Meter breite See liegt im Naturpark Feldberger Seenlandschaft südöstlich von dessen Hauptort Feldberg und ist maximal 33,5 Meter tief. Der See erstreckt sich auf einer Länge von etwa sieben Kilometern von Feldberg im Nordwesten nach Carwitz im Süden bzw. Südosten. Der Schmale Luzin ist größtenteils von Steilhängen umgeben. Das Wetter spielte glücklicherweise mit und es strahlte die Sonne. Die Lufttemperatur lag bei knapp 17 Grad Celsius, die Wassertemperatur bei durchschnittlich 15 Grad Celsius. Entgegen den oftmals mangelnden sommerlichen Sichtverhältnissen lag die Sichtweite zwischen 5 bis 8 Meter. Somit gab es relativ optimale Bedingungen für die Tauchgänge.

Nach dem Verstauen der Ausrüstung ging es zur ersten Einstiegstelle und auch gleich ins Wasser. Neben den Sichtweiten ist der Schmale Luzien auch für seine unter Wasser liegenden Baumgipfel bekannt, welche nicht nur für Fische (Blei, Plötze, Hecht, Aal, Flussbarsch, Quappe, Dreistachliger Stichling, Schleie, Ukelei) interessant ist, sondern auch für die Taucher. Vorsichtig, oftmals begleitet von Schwärmen aus Plötzen und Ukelei, ging es beim ersten Tauchgang zwischen dem Geäst mit seinen grazilen hellgrünen Süßwasserschwämmen entlang der Uferkante bis zur Ausstiegsstelle „Schmal“, wobei während des gesamten zirka 60 minütigen Tauchganges die Tarierung eine herausgehoben Rolle spielte. Jeder konnte seine taucherischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, immer unter Beachtung einzuhaltender Sicherheitsbestimmungen und unter ständiger Aufsicht des Buddys, ausspielen. Ungeachtet dessen blieb man schnell einmal leicht hängen und so war die Buddy sehr hilfreich. Höhepunkt war jedoch ein unter einem Steine versteckter Aal unterhalb.

Das „Schmal“ mit einer Breite von 70 m und einer Grundtiefe von nur 7 m ist die schmalste Stelle des Sees. An der Badewiese „Schmal“ wurde dann auf dem Floß gegrillt. Die Tanja zeigte hierbei ihre super Qualität beim Grillen und das leckere Gericht wurde von allen genossen. Während der Pause wurden wir dann plötzlich auf dem Floß mehrmals Opfer von Eicheleinschlägen. Immer wenn der Wind auffrischte, schlugen diese kleinen Geschosse auf uns nieder und auf dem Floß erhalte das laute Knallen der Einschläge. Ebenso lustig war auch der kurze Landbesuch. Wie kommt man trockenen Fußes von einem Floß, welches gut 1,50 Meter vom Ufer entfernt angelegt ist, ans Ufer. Alle hatten ihre Anzüge während der Pause ausgezogen und so war ein gekonnter Sprung oder ein kluger Gedanke nutzbar. Schnell wurde eine Plastikgetränkekiste als Steg umfunktioniert und so kam jeder trocken ans Ufer.

Nach einer Mittagspause ging es ab zum zweiten Tauchgang. Nun ging es erneut entlang der Steilhänge bis zur Luzinfähre, immer begleitet von der Tanja mit ihrem Floß. Somit konnte jeder alleine einschätzen, inwieweit er seinen Tauchgang bis zum avisierten Ausstieg fortsetzt oder sich vorzeitig auf das Floß begibt. Der zweite gut 40 minütige Tauchgang war geprägt von vielen Hechten. Teilweise standen bis zu 4 Hechte gleichzeitig an einer Stelle und 2 ausgewachsene Hechte mit einer Größe von gut 1,20 Meter beindruckten die vorbeikommenden Taucher.

Nachdem alle einsammelt wurden, ging es zum dritten Tauchgang. Dieser nur zirka 30 Minuten andauernde Tauchgang war geprägt von der Erkundung des Pflanzenbewuchs und Unterwasserkuriositäten. Neben einer riesigen Kabeltrommel waren Töpfe und eine ausgedienter Grill zu besichtigen. Die ausgeprägte Schilfkante ist insbesondere von Nix- und verschiedenartigen Laichkraut sowie der Kanadischen Wasserpest geprägt. Aber auch Ähren Tausendblatt und das Rauhe Hornblatt waren zu sehen. Ein ausgeprägter durchgehender Chara- oder Nitella-Grundrasen ist hingegen nicht zu finden.

Nachdem auch dieser Tauchgang beendet wurde, ging es gestärkt bei Kaffee und Kuchen zurück zum Tauchcenter nach Feldberg. Geschickt manövrierte die Tanja hierbei das Floß durch eine super enge Durchfahrt vom Schmalen Luzin in den Breiten Luzin und weiter zum Haussee nach Feldberg.

Alle Teilnehmenden erhielten zum Abschluss vom Tauchcenter eine CD mit den gefertigten Fotos oberhalb des Wassers.

Auch wenn die wärmenden Temperaturen sich schwer taten, war es ein gelungener Vereinsausflug.

Nochmals danke an das Tauchcenter Feldberg.