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Nachttauchen im Wutzsee bei Lindow

Tauchen bei Nacht? Warum eigentlich?

Man stelle sich einfach einen Spaziergang durch den Stadtpark von Neuruppin vor. Du hörst Geräusche und vermutest hinter jedem Baum ein Tier. Gerade wenn es dann noch langsam dunkel wird, steigt die Angst und Du hoffst darauf, dass der Mond so schnell wie möglich seine Gesamtgröße sowie Helligkeit entfaltet. Und nun stelle Dir noch die Situation auf einem See bei Nacht vor. Es ist dunkel, du schwimmst an der Oberfläche und nun sollst Du noch in den dunklen See abtauchen.

Da stellen sich viele Nichttaucher die Frage: „Was kann man bei Nacht schon sehen, was man nicht am Tage sehen  kann?“ Aber gerade hier liegt der Reiz am Nachttauchen. Wir sehen unseren Lieblingstauchplatz nun mit anderen Augen. Dinge die wir sonst übersehen, erscheinen plötzlich aus dem dunklen Licht auf und bringen weitere Neugierde und Begeisterung für den weiteren Verlauf.

Und so trafen sich planmäßig am 26.10.2012 um 17:30 Uhr am Wutzsee in Lindow sechs Clubmitglieder zum Nachttauchgang. Die Außentemperaturen lagen nur bei 7 Grad Celsius, aber der Himmel war sternenklar. Für einige von uns war es der erste Nachttauchgang und so war ihnen die Nervosität und teilweise Angst auch anzusehen. Aber gerade diese Situation ist Teil des Vergnügens beim Nachttauchen. Nach dem Briefing ging es in Dreierteams ins Wasser und die Spannung stieg ersichtlich. Die Lampen waren bei allen eingeschaltet und wir tauchten gemeinsam ab.

Nachdem sich die erste Nervosität gelegt hatte, waren wir alle von der Klarheit der Sicht im Wutzsee sowie dem Fischreichtum begeistert. Auf dem Grund des Sees waren dutzende Barsche mit aufgestellten Flossen in den verschiedensten Größen, Rotfedern, Hechte, Krebse und sogar ein Aal zu sehen. Der größte Hecht wurde auf zirka 1 Meter geschätzt. Gerade bei Dunkelheit bleiben die Fische ruhig im Wasser stehen und lassen sich von den Tauchern mit ihren Lampen nicht beeindrucken. Schulter an Schulter ging es bis zu 6 Meter Wassertiefe, dann in Richtung Ufer zurück und entlang desselbigen zum Einstieg. Nach den geplanten 30 Minuten war der Tauchgang beendet und die Begeisterung war allen anzusehen. So viel Fisch, so gute Sicht und trotz der Kälte so faszinierend, waren die Äußerungen. Die zu Beginn vorherrschende Angst wich nun der Begeisterung und so war es nicht überraschend, dass man eigentlich den nächsten Nachttauchgang sofort machen möchte.

Aber nun steht erst einmal ein anderer Höhepunkt auf dem Plan, das Wildschweinessen am 10.11.2012 in Kunsterspring.