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Tauchen in Löbejün

Am 15.09.2012 wollten wir eigentlich eine Wracktour in der Ostsee unternehmen. Lange haben wir uns darauf vorbereitet. Eine theoretische Schulung zum Wracktauchen durchgeführt, Fahrgemeinschaften geplant, einen VW-Transporter sowie Ausrüstungsgegenstände (insbesondere 12-Liter Pressluftflaschen) besorgt. Wie bereits am 02. Juni 2012 waren auch am 15.September 2012 die Windstärken so hoch, dass wir nicht in der Ostsee tauchen konnten.

Kurz entschlossen planten wir den Tauchplatz um und fuhren zu den Tauchkesseln nach Löbejün bei Halle. Mit zwei Transportern ging es um 06:30 Uhr in Neuruppin los, so dass wir gegen 09:00 Uhr in Löbejün ankamen. Die Sonne lachte und der Parkplatz war noch leer.

Nach der Anmeldung und dem Briefing ging es an die Ausrüstung und jeder quälte sich mehr oder weniger in seine Kluft. Doch die Freude über eine Sicht von über 10 Metern im Tauchkessel 1 erleichterte allen die Anstrengung. Gemeinsam stiegen die festgelegten 6 Teams nach dem Buddycheck auf eine Tiefe um die 20 Meter und 13 Grad Wassertemperatur ab. Beeindruckend sind immer wieder die 20 Meter hohe Steilwand um den Kessel sowie die riesigen Steinbrocken am Grund des Bodens. Neben ausgedienten Loren, Schienensträngen und Rohrsystemen erheitern immer wieder kleine künstlich geschaffene Skulpturen den Tauchgang. Aber auch ein gesunkener Gleitsegler sowie ein Ruderboot gilt es zu entdecken. Beeindruckend ist auch der Besuch eines ausgedienten Pumpenhäuschens. Zwar ist es sehr klein, aber trotzdem beeindruckend. Neben Hecht, Stör und Plötzen wurden wir auch durch eine Vielzahl von kleinen und großen Barschen bei unserem Tauchgang begleitet. Nach rund 50 Minuten war der erste Tauchgang beendet und alle waren begeistert.

Nach einer Pause mit Flaschenfüllung und der leiblichen Stärkung ging es gemeinsam zum Tauchkessel 2. Gefolgt von einem zweiten fachkundigen Briefing ging es dann zum Abstieg in den Tauchkessel 2. Den steilen Weg in den Tauchkessel sowie den Einstieg ins Wasser fanden alle recht anstrengend, denn es ging gut 100 Meter einen steilen Hang herunter und der Einstieg ist mit großen Steinen versehen. Eine kleine Unaufmerksamkeit und man sitzt sofort auf den Hosenboden oder man reist den Vordermann einfach um. Also galt höchste Aufmerksamkeit beim Abstieg. Im Kessel ging es dann auf zirka 13 Meter runter und die Wassertemperatur lag bei 18 Grad. Ein kleiner Baum unter Wasser, welcher mit diversen Gegenständen (Reifen, Radkappen, Schuhe etc.) behangen ist, diente als Orientierung für den Einstieg und den späteren Ausstieg. Auch einige von uns nutzten die Chance und schmückten den Baum mit gefundenen Gegenständen. Nach und nach gingen die 6 gleichen Buddyteams auf Erkundungstour. Auch hier sind insbesondere die riesigen Steine, Loren, Schienen und Gestänge faszinierend. Ein ausgedienter Lastenaufzug wurde als Trainingsstation für die Tarierung genutzt, indem man beim Durchtauchen seine Fähigkeiten ausprobieren konnte. Aber auch in diesem Kessel gab es viele künstlich geschaffen Skulpturen. Vom „Motorradfahrer“, über einen in einem Gatter „Eingekerkerten mit Totenschädel“ oder einer einladenden Theke mit angestellten Flaschen an der Steilwand. Dieser Tauchgang wurde von vielen Stören (ca. 50 cm) begleitet, die oftmals bis auf knapp 1 Meter herankamen. Nach rund 50 Minuten war auch dieser Tauchgang beendet und alle waren wiederum begeistert.

Auch im Debriefing wurden beide Tauchgänge als Erfolg und Entschädigung für die ausgefallene Fahrt zur Ostsee von allen Beteiligten eingeschätzt.

Abschließend galt es noch für vier Tauchbegeisterte Fragen im Zusammenhang mit ihrer Brevetierung zum AOWD zu beantworten. Alle schlugen sich hierbei meisterlich. Für ein Mitglied war es sogar der letzte Prüfungsabschnitt, so dass er nun im Besitz des Advanced Open Water Diver (AOWD) ist.

Herzlichen Glückwunsch!