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Tauchen in Lübejün

Am 21.04.2012 trafen sich um 06:50 Uhr drei + eins (dazu später mehr) Unerschrockene auf dem Parkplatz Reiz in Neuruppin und fuhren gemeinsam nach Dabergotz, um einen weiteren Unerschrockenen abzuholen.

Gemeinsam ging es dann mit zwei Autos und gut 200 Sachen über die A 24, A 9 und A 14 nach Löbejün zum Tauchen. Um 08:50 Uhr waren wir angekommen (hätten fast die unscheinbare Abfahrt zur Tauchstation verpasst), die Sonne lachte und der Parkplatz war noch leer.

Nach der Anmeldung und dem Briefing ging es an die Ausrüstung und jeder quälte sich mehr oder weniger in seine Kluft. Doch die Freude über eine Sicht von über 10 Metern im Tauchkessel 1 erleichterte allen die Anstrengung. Gemeinsam stiegen wir nach dem Buddycheck und der Beantwortung theoretischer Grundfragen in die Tiefe auf 22 Meter. Am Grund des Kessels angekommen gab es für zwei (sie wollten den AOWD) noch eine Herausforderung. Abgekniet, ungeachtet einer vor kurzen durchgeführten Knie-OP beim Prüfer, lud er die Beiden zum Rechnen und zum Ab- und Anlegen der 2. Stufe ein. Die zwei anderen Taucher schauten sich das Schauspiel in aller Ruhe an. Danach und voller Erleichterung für die beiden „Anwärter“ (alles geschafft) ging es gemeinsam ruhig und gesittet weiter. Einige Barsche und „blau“ gefärbte Frösche im Huckepack (bestimmt wegen der Kälte von 8 Grad Wassertemperatur) begegneten uns auf der Runde. Nach 35 Minuten war der erste Tauchgang erfolgreich beendet und alle fanden den Tauchgang phantastisch. Herzlichen Glückwunsch an den Prüfer, es war sein 200. Tauchgang.

Am Parkplatz angekommen gab es die erste Überraschung. Der Parkplatz war voll und wir waren glücklich darüber, dass wir alleine den 1. Tauchgang bestreiten konnten. („Also alles richtig gemacht!“)

Doch dann die nächste Überraschung. Bei Einem von uns war der Aufbewahrungsbehälter für den Fahrzeugschlüssel (auch Taucherei genannt) nicht mehr öffnen. Abwechselnd drehten wir mit aller Kraft, legten es auf das Autodach zur Erwärmung und fragten nach Zangen bei anderen Tauchern. Doch es ließ sich nicht öffnen und dann kam der Hammer eines Tauchkollegen zum Einsatz und Frank konnte endlich das Auto öffnen. Doch nun war das Taucherei zerstört. Vielleicht kann jemand helfen?

In lustiger Runde bei Kaffee, Tee, Kuchen, belegte Brötchen und Kekse wurde dann gefachsimpelt, über Gott und die Welt „gequatscht“, grüne T-Shirts des TKV bezüglich der Feststellung der Größen anprobiert und über mitgeführte Ausrüstungsgegenstände anderer Taucher gewundert.

Nach  zirka einer Stunde ging es wieder ab ins Wasser und ein zweiter Tauchgang wurde (nun jedoch zu viert) gestartet. Einem von uns war noch vom ersten Tauchgang zu kalt, er zitterte am ganzen Körper und wollte den anderen den Tauchgang nicht „vermasseln“. Hut ab vor dieser Courage. Auch dieser Tauchgang wurde im Tauchkessel 1 durchgeführt (der 2. Kessel war gesperrt und zum 3. Kessel wollten wir nicht). Wie erwartet war die Sicht aufgrund der vielen Taucher und Erdaufwirbelungen nicht mehr so schön, lag aber trotzdem noch bei 8 bis 9 Meter. Eigentlich wollten wir nicht tiefer als 15 Meter steigen, aber auch diesen Tauchgang fanden alle super und so ging es dann doch auf 18 Meter runter. Vorbei an Steilwänden, Loren, Schienen, abgestellten Schuhen und dem Pumpenhäuschen war der Tauchgang nach 33 Minuten beendet.

Glücklich und begeistert vom Verlauf des Tages ging es raus aus den nassen Sachen und alles wurde schnell in die Autos verstaut, denn es fing an zu regnen. („Und wieder alles richtig gemacht!“)

Danach ging es wieder zurück nach Neuruppin. Alle kamen wieder gesund und munter zuhause an, auch wenn ein Auto auf der Rückfahrt technische Probleme hatte. Mal sehen, was die Werkstatt sagt.