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Taucher sorgen im Auftrag des Stadtbauhofs für Sicherheit

Aufmerksame Beobachter konnten in den letzten Tagen mehrfach Taucher im Bereich mehrerer Badestellen an Ruppiner Seen beobachten. Die Taucher des TKV Ruppin.e.V. wurden allerdings nicht von den Schönheiten der hiesigen Unterwasserwelt angezogen, sondern sie sorgten vielmehr im Auftrag des Stadtbauhofs Neuruppin dafür, dass rechtzeitig vor Beginn der Freiluftbadesaison die notwendige Sicherheit im Bereich der Badestellen auch unterhalb der Wasseroberfläche gegeben ist.

Hierzu werden bereits seit mehreren Jahren im Frühjahr die Badestellen abgetaucht und gezielt abgesucht. Gegenstände, die die Sicherheit der Badenden gefährden könnten, werden so aufgespürt und geborgen. Die Liste der Fundstücke ist lang und reichte in der Vergangenheit von diversen Haushaltsgegenständen und Fahrrädern über Autoreifen bis zu einer teilweise gefüllten Mülltonne.  Vor allem aber werden immer wieder  zahlreiche Glasflaschen, Dosen sowie Angelschnüre mit Haken ans Tageslicht gebracht. Gerade diese – für den Badegast von der Oberfläche nicht sichtbaren - Alltagsgegenstände stellen eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr dar und müssen daher entfernt werden. Vorsorglich werden auch größere Holzstücke und Steine entfernt, da diese gerade im Sprungbereich der Stege ebenfalls ein Gefährdungsrisiko darstellen.

Die Taucher sind jedes Jahr aufs Neue überrascht, was alles gedankenlos und ohne Rücksicht auf mögliche Folgen für Mensch und Umwelt unter Wasser entsorgt wird. Wie gefährlich diese Rücksichtslosigkeit wirklich sein kann, konnten die Taucher in diesem Jahr an der Badestelle Regattastraße in Neuruppin erleben. Eine Jugendliche erlitt beim Baden tiefe Schnittwunden am Fuß durch im Wasser liegende Glasscherben. Die vor Ort befindlichen Taucher leisteten Erste Hilfe und suchten anschließend auch diese Badestelle nach gefährlichen Gegenständen ab. Hierbei fanden sie  erneut diverse Glasscherben und zerbrochene Flaschenböden, welche die tiefen Schnittwunden verursacht hatten.

Neben dem im Vordergrund stehenden Sicherheitsaspekt leisten die Mitglieder der Neuruppiner „Sharky’s“ so auch ihren Beitrag zum Projekt „AWARE“ zum Schutz unserer Unterwasserlandschaften.